{Buchrezension} „Home Baked – Natürlich Hausgemacht“

»Vom backen werden Sie also nicht nur sehr glücklich, Sie werden dafür auch noch von allen geliebt«

IMG_2417Spannend an diesem Buch fand ich als erstes, dass es im DUMONT Verlag erschienen ist. Für mich eigentlich ein Verlag, den ich nur für meine Reiseführer kenne. Aber am 24.09.2015 brachte der Verlag das wahnsinns Buch “Home Baked: Natürlich hausgemacht” der niederländischen Autorin Yvette van Boven heraus. Sie ist nicht nur Köchin sondern auch Illustratorin, Food Stylistin und Rezeptautorin für diverse Magazine und Tageszeitungen.

Vor dem eigentlichen Vorwort verrät Yvette uns schon kurz kleine nützliche Dinge, wie etwa etwas über Maßeinheiten, ihre bevorzugten Produkte zum Backen und verschiedene Ofentypen. Im Vorwort schreibt sie dann, dass sich das Buch ihrer Meinung nach an ganz normale Bäcker zu Hause richte. Die Rezepte haben Abbildungen und zum Teil Schritt-für-Schritt Erklärungen zum sicheren gelingen.

Die Fotos – teilweise auch private, die nichts mit dem Backen zu tun haben – im Buch, sehen toll aus!

 

Das Buch hat insgesamt auf seinen wunderbaren 384 Seiten 10 Kapitel.

Wir starten mit “Mise en Place”, dem 1. Kapitel des Buches. Hier geht es um die Grundlagen und alles, was wir benötigen, damit Enttäuschungen beim Backen vermieden werden, oder wie wir – sollte etwas doch nicht klappen – mit ihnen umgehen ;). Des Weiteren verrät sie uns “Backtipps für den Küchenhelden”, informiert über die im Buch verwendeten Mehlsorten, Backtriebmittel (und wie man sie selbst herstellen kann), Yvette verrät etwas übers Blindbacken und über langsamen und schnellen Zucker. Wenn man jetzt denkt, das Kapitel ist vorbei, der irrt sich. Nun geht es weiter mit “Home mades”. Yvette zeigt uns, wie man Krokant, Nutella, Vanilleextrakt oder -zucker, verschiedene Glasuren, Marzipan und noch einiges mehr herstellt. Wir lernen, wie man natürliche Farbstoffe herstellt und sollte doch mal etwas schief gehen, gibt es 5 Seiten voller Tipps und Tricks, wie man das Gebäck noch retten kann oder was man beim nächsten Mal beachten sollte. Mir hat es richtig Spaß gemacht die Seiten zu lesen und besonders der Design-Stil im Buch macht Freude. Eine Mischung aus Pastell-Farben und Freihandzeichnungen. Toll <3

2: Viennoiserie: Was man zum Frühstück backen kann. Ein verhältnismäßig kurzes Kapitel, das aber eine schöne Auswahl an Rezepten beinhaltet! Neben verschiedenen Scones Rezepten (die liebe ich ja nach unserem Irland Kurzurlaub) findet man viele Rezepte mit denen man gut in den Tag Starten kann. Besonders die beiden Titel “Frühstücksmuffins mit Früchten und Joghurt” und “Vollkornküchlein mit Haferflocken & Honig” bieten mir sicherlich schnell eine gute Motivation, in den Tag zu starten.

 

Kapitel 3 ist für mich besonders spannend: Brot. Ob mit Sauerteig, mit Hefe, Backpulver, Natron oder Bier, auf 53 Seiten bekommen wir wirklich zahlreich total toll aussehende Fotos von Brot in den unterschiedlichsten Formen, Farben und Geschmäckern. Man findet hier auch eine Anleitung, wie man einen Sauerteig ansetzt oder Brot gut aufbewahrt. Eine besondere Überraschung: Man findet hier auch ein Rezept für eine Sauerteigpizza mit pikanter Rauch-Tomatensauce und Mozzarella. Das Rezept für Türkisches Pide sieht auch sehr gut aus.  Das Kapitel schließt ab mit der Überschrift “Niemals altes Brot wegwerfen! Machen Sie daraus:” gefolgt mit tollen Ideen, wie man Brot verwerten kann. Man merkt, hier sind Lebensmittelliebhaber am Werk!!!

Das 4. Kapitel “Cake” startet mit einigen Rezepten für Rührkuchen: Ein Rezept leckerer als das andere! Hier wird alles gezeigt was fluffigem, süßem Brot ähnelt und aus Eiern, Mehl, Zucker, Butter oder Öl gemacht wird. Die Zutaten sind übrigens nicht zu ausgefallen, sodass man sie leicht kaufen kann. Die Anleitungen scheinen und gut verständlich zu sein.

5. Kapitel. Bars & Slices = Kuchen bzw. Blechkuchen, die gut in Stücke und Scheiben geschnitten werden können. Ideal für große Gruppen und leicht zu essen. Ich muss besonders hier noch einmal die Bilder erwähnen. Die Fotos sind so schön gemacht dass ich am liebsten direkt loslegen würde. Auf meiner Einkaufsliste stehen schon die Zutaten für die Pfirsich- & Aprikosen-Mandelschnitten.

6: Cookies: Kekse, Plätzchen und Gebäck zum Tee – das geht immer! Dieses Kapitel ist für mich irgendwie eine Hommage an Cookies bzw. das Kapitel der lustigen und süßen Rezepttitel: Shortbread-Kardamom-Moppelchen, Kringelkekse, Knautschkekse. Ich finde jedes einzelne Rezept hat es verdient, nachgebacken zu werden <3

Im Kapitel 7 “Pie” gibt es 27 Rezepte für Kuchen und Pasteten. Ob herzhaft oder süß, hier hat eigentlich alles eine Füllung. Und mit herzhaft meine ich richtig herzhaft: Man kann die Pastete zum Beispiel auch mit Hühnchen oder Kaninchen füllen. Eher deftig und fürs Abendessen gedacht. Wer mehr auf süß steht, dem würde ich zur Erdbeer-Thymian-Tarte oder oder zum Pfirsich-Beeren-Törtchen mit Buttermilch-Custard raten. Besonders letzteres lässt mein Herz höher schlagen.

Super-Duper Schokotorte mit Roter Bete oder Schoko-Kaffee-Torte mit dunklem Bier & Kaffee-Haselnuss-Glasur. Das Kapitel 8 “Torten” ist mit seinen 10 Rezepten fast das kleinste aber bietet richtig tolle Torten die ich echt alle mal ausprobieren und nachbacken möchte.

 

In Kapitel 9 “Patisserie” findet man alles, was in keines der anderen Kapitel gepasst hat! Man weiß es nicht, ist es Gebäck? Ist es Nachtisch? Auf jeden Fall super lecker und darf auf keinen Fall vorenthalten werden.

Im letzten Kapitel “do not forget the dog” gibt es dann noch 3 Rezepte für den besten Freund des Menschen.

 

Das Buch schließt nach einem A – Z Rezeptregister, das sortiert nach Zutaten ist und anschließend mit einem “Register für Menschen mit einer Allergie” (Rezepte sind sortiert nach Glutenfrei, Laktosefrei, Weizenfrei, Zuckerersatz, Zuckerfrei) ab.

 

Fazit: Was kann ich zu diesem Buch noch sagen? Ich liebe es einfach!!! Es steckt ganz viel Liebe in diesem Buch und das Team hat sich Gedanken gemacht. Das Buch “HOME BAKED” von Yvette van Boven ist ein 384 Seiten starkes Hardcover Buch mit wunderschönen farbigen Abbildungen – sowohl illustriert als auch fotografiert! Die Farbgestaltung und das Layout ist toll.Das Buch ist im September 2015 erschienen und hat es verdient, unter jedem Weihnachtsbaum zu liegen! Das Buch ist sehr gut geschrieben und es fällt mir leicht, die Rezepte oder Erläuterungen zu lesen. Ich habe mir dieses Buch nun schon oft zur Hand genommen weil es unheimlich Spaß macht darin zu blättern. Es ist nicht nur ein Kochbuch, sondern auch ein Bilderbuch (mit wirklich vielen Bildern unter anderem aus Irland) und tollen Food-Bildern. Preislich liegt das Buch bei 34 €, wobei ich der Meinung bin, dass es dem Preis auf jeden Fall gerecht wird.

Sollte ich bald mal wieder nach Amsterdam komme, steht ein Besuch im Restaurant “Aan de Amstel” auf der ToDo-Liste. Dieses Restaurant führt Yvette gemeinsam mit ihrem Cousin.

 

Ich habe mich für ein herzhaftes und zugleich zuckerfreies Rezept aus diesem Buch entschieden: Poppyseed Popovers

Zutaten:
250 ml Milch
2 Eier
150 g Mehl
1 Prise Salz
2 EL Mohn

So wird´s gemacht:

  1. Ofen auf 225 °C vorheizen
  2. 8 Kuchen Förmchen oder ein Muffinblech mit 9 oder 12 Vertiefungen gut einfetten. Lose Förmchen können schon auf ein Backblech gestellt werden, dann geht es nachher einfacher. Sobald der Ofen heiß ist, die Förmchen zum Aufwärmen in den Ofen schieben.
  3. Milch und Eier mit einem Handmixer verrühren. Das Mehl mit Salz und Mohn vermengen und in das Milch-Eier-Gemisch rühren. Alles zu einem schaumigen Teig schlagen. Den Teig kann man auch einige Zeit im Voraus machen (zum Beispiel am Abend zuvor). Für den Teig ist die Ruhezeit gut, da er dadurch eine bessere Textur erhält. Den im Voraus zubereiteten Teig dann im Kühlschrank aufbewahren und kurz vor der Weiterverwendung nochmal kräftig mit dem Mixer aufschlagen.
  4. Den Ofen nur so kurz wie möglich öffnen, damit die Hitze innen erhalten bleibt. Alle Förmchen zu drei Vierteln füllen, in den Ofen zurückschieben und diesen so schnell wie möglich wieder schließen. Die Ofentemperatur auf 200°C reduzieren.
  5. Die Popovers 20 -25 Minuten backen, bis sie durch sind. Sie gehen sehr stark auf – das muss so sein. Nach dem Backen fallen sie wieder etwas zusammen. Das muss auch so sein.
  6. Die Popovers auf einem Rost etwas abkühlen lassen und in die hohlen Brötchen einstechen, damit der Dampf entweichen kann. Noch warm mit Butter und Marmelade oder Frischkäse oder ähnlichem servieren

 

Das Buch bekommt von mir wirklich verdiente 6 von 5 Sternen. 😉

5muffins

 

Das Buch wurde mir vom DUMONT Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank noch einmal dafür! Die Meinung in dem Beitrag ist aber meine eigene und wurde nicht beeinflusst!

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