{Buchrezension} Lisbeths Krimiknabbereien

IMG_2021Es bei uns schon eine Tradition: Jeden Sonntag treffen wir uns um 20 Uhr zum Tatort gucken vor dem Fernseher. Manche in unserem Alter mögen das spießig finden, aber das ist voll unser Ding.
Wo ich noch Simone Thomalla hinterher trauere und ein Fan der Kommissare aus Köln und Dortmund bin, gibt es bei uns noch eine Besonderheit: wir wohnen in der Tatort-Stadt Münster, der Heimat von Prof. Boerne und Frank Thiel. Umso mehr Bedeutung haben die Tatort oder natürlich auch die Wilsberg-Abende für uns.
Über die Zeit hat es sich dann zu einem Ritual entwickelt, dass wir es uns sonntags auf dem Sofa gemütlich machen – der Liebste mit einem Glas schottischem Whisky und ich mit einem Tee oder einem Glas Cola. Ein paar Snacks oder manchmal auch das Abendessen dürfen dabei nicht fehlen.

Gerade wegen dieser Tatort Lust, ist mir vor einiger Zeit das Buch „Lisbeths Krimiknabbereien“ von Karin Buhl ins Auge gesprungen. Karin Buhl bloggt seit einiger Zeit auf www.lisbeths.de. Wieso der Blog Lisbeths, sie aber Karin heißt, kann ich auch kurz Erklären: Ihre Tochter Elisabeth – benannt nach ihrer Uroma Elisabeth – hat den Kosenamen Lisbeth. Elisabeth Senior war eine begnadete Bäckerin und Köchin. Also ist der Name in zweierlei Hinsicht eine Hommage an die eigene Oma – großartig!

Zum Buch: Karin bietet uns in ihrem Buch 18 süße und 32 herzhafte Krimiknabbereien.
Sie selbst sagt, dass ihre Snacks und Knabbereien in der Regel schnell zubereitet sind und sich die Rezepte fast alle kurzfristig und einfach umsetzen lassen.
Neben wirklich tollen Sachen, die man unbedingt mal ausprobieren muss, wie zum Beispiel die Cheesecake-Gugelhupfe mit weißer Vanille-Schokolade oder das Ziegenkäse-Türmchen mit Karamellisierter Birne (mit etwas mehr Aufwand) oder den Süßkartoffel-Chips (wenns mal schneller gehen muss), findet man allerdings auch die Anleitung für Schokofrüchte, welche keine wirkliche Rezept-Innovation, aber immer wieder lecker sind.

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Vor jedem Rezept findet man meist noch einen Einleitungssatz, der entweder das Essen beschreibt, oder wie Lisbeths dazu gekommen ist dieses Gericht zu kreieren oder einfach nur ein Hinweis auf die verwendeten Zutaten… Keine großen Geschichten oder Seitenweise Erklärungen von Zutaten, sondern wie es bei Ermittlungen nunmal so ist, aufs Wesentliche konzentriert: Auf die Rezepten und deren Zubereitung! Das Buch ist mit ganz viel Liebe zum Detail erstellt worden. Das Design erinnert etwas ans Chalkboard Design, mit vielen Fotohintergründen in Tafeloptik und Kreideschrift. Alle Fotos im Buch greifen das Tatort-Thema wieder auf. Egal ob mit Absperrband, Lineal, Lupen, Fotobeweisnummern: das Essen wird in diesem Buch definitiv toll in Szene gesetzt.

Die Rezepte im Buch sind leicht verständlich geschrieben und bieten eine tolle Mischung -von warm bis kalt; von süß bis herzhaft-. Hier findet definitiv jeder etwas!
Bei den herzhaften Rezepten werden viele Kräuter oder starke Käsesorten benutzt. Alle Leckereien kann man problemlos auf dem Sofa naschen – ohne Krümel- oder Kleckergefahr.

Ich habe 2 der Rezepte aus dem Buch schon ausprobiert und kann hierfür eine Gelinggarantie geben. Auf meinem Wochenend-Einkaufszettel stehen auch schon die Zutaten von 2 anderen Rezepten und – psst – soll ich euch etwas verraten? Das gibt’s bei uns schon am Samstag 😉

Fazit: „Lisbeths Krimiknabbereien!“ ist ein schönes Buch mit ganz viel Liebe auf 112 Seiten. Das Buch ist im September 2015 im Fackelträger Verlag erschienen und kostet 14,99 €.
Auch wenn man kein Tatort- oder Krimifan ist, ist es dieses Buch auf jeden Fall wert, gekauft zu werden!

Ich habe unter anderem die Herzhaften Mini-Gugelhupfe ausprobiert:

Zutaten:
60g weiche Butter
1 Ei
190g Mehl
0,5 TL Backpulver
150 ml  Milch
20g Zwiebel
100g geriebener, würziger Pizzakäse
80g gewürfelter Schinken
5g frischer Rosmarin
Maldon Meersalz
Pfeffer

So wird´s gemacht: 

  1. Den Ofen auf 180 °C vorheizen.

  2. Die Butter mit einem Handrührgerät verquirlen. Das Ei dazugeben und zu einer glatten Creme vermengen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und im Wechsel mit der Milch in drei Schritten zu der Eicreme geben.

  3. Die Zwiebel schälen und klein würfeln. Mit Käse und Schinken hinzufügen und kurz verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Rosmarin abschmecken.

  4. Die Masse mit einem Teelöffel in zwei 12-er Mini-Gugelhupf-Silikonformen geben und ca. 15 Minuten backen. Die Mini-Gugelhupfe schmecken lauwarm aus dem Ofen am besten.

Wir haben die Muffins in Gläsern mit aufs Sofa genommen, jeder ein eigenes Glas damit wir uns nicht streiten und unser Wohnzimmer nicht noch zum Tatort wird 😉

Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Muffins!

5muffins

IMG_2034Der Edition Fackelträger Verlag hat mir dieses Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Meinung in dem Beitrag ist aber meine eigene und wurde durch nichts beeinflusst

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