{Buchrezension} „SKANDINAVISCH BACKEN“ von Trine Hahnemann

»Ich glaube nicht, dass selbst gebackener Kuchen schädlich ist, wenn er mit guten Zutaten hergestellt wurde.«

Wie sagt man seinem Freund am besten, dass man eine Reise gebucht hat und es in 3 Tagen zu einem kleinen Mini-Trip nach Norwegen geht? Zum einen mit einem Geschenk unterm Weihnachtsbaum und zum anderen zur Einstimmung auf die Fahrt mit Leckereien aus dem Buch “Skandinavisch backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft”. Während wir also bald auf dem Meer schiffern, zeige ich euch heute den thematisch besten Neuzugang in meinem Bücherregal.
Eins muss man vorweg sagen: Ich finde alle Bücher des EMF – Edition Michael Fischer Verlag spitze! Dieses Buch lässt mein Herz aber noch ein wenig höher schlagen! Es fängt schon an, dass das Buch sehr hochwertig aussieht und mit seinen gewaltigen 288 Seiten einiges zu bieten hat. In den Händen halte ich hier ein Buch mit sehr dickem Cover. Wenn man mit den Fingern über die Schrift geht, kann man die einzelnen Buchstaben fühlen. Das Buch macht mit seinen schönen, gedeckten Farben irgendwie einen ruhigen Eindruck. Das Buch erschien schon im April diesen Jahres und zeigt – wie der Titel es uns schon verrät – rund 100 Rezepte von herzhaft bis süß.

Die Autorin Trine Hahnemann bringt uns ein Stück ihrer Heimat Dänemark näher. Für sie ist das Backen eine Auszeit vom hektischen Alltag. Das Buch “Skandinavisch backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft” ist das 1. Backbuch von Trine. Es ist ein Leitfaden zur skandinavischen Backtradition und soll uns die Liebe zu Lebensmitteln näher bringen.

Nach einer etwas längeren Einleitung (über 2 ½ Seiten) folgen zwei Seiten mit Tipps zum skandinavischen Backen. Es ist inzwischen schon in Backbüchern normal geworden, den Lesern etwas über die Zutaten, die Grundaustattung und Backtechniken mitzugeben, damit man mit Verstand und Hintergrund backt und die Rezepte auch gelingen.

Nach Einleitung und grundlegenden Informationen kommen nun die Rezepte: Auf über 100 Seiten geht es im 1. Kapitel um “Torten & Kuchen”. Dieses Kapitel ist noch einmal unterteilt in Sahne- und Schichttorten (hier zeigt uns Trine die besten und meist geliebten Torten ihrer Familie). Unter Kuchen und Gebäck findet man ihrer Meinung nach eher trockene Kuchen, sie sich als Kaffeegebäck anbieten und wirklich sehr einfach zuzubereiten sind. Die Autorin hat in diesem Kapitel besonders darauf geachtet, einfache Rezepte zu wählen, damit man sie später leicht abwandeln kann und mit unterschiedlichen Früchten, Zucker oder Nüssen variieren kann. Der letzte Abschnitt dieses Kapitels heißt ‘Dänisches Plundergebäck und süße Hefekuchen’. Nach einem kleinen Blick in die Vergangenheit, der erzählt wie das Plundergebäck – in Dänemark wienerbrød genannt – entstanden ist, folgen 13 wunderbare Rezepte zum Thema.

Das 2. Kapitel lädt zur “Mittsommer”-Kaffeetafel ein. In dieser Jahreszeit wird es kaum dunkel und es gibt häufig besonders lange und ausgiebige typisch skandinavische Feste. Meist finden diese an einer langen Tafel mit vielen verschienen Torten und Kuchen statt, die natürlich alle probiert werden mussten. Das Kapitel zeigt auch viele kleine Köstlichkeiten, die man super auch auf die Hand nehmen kann oder so klein sind, dass man wirklich viele Sachen einer größeren Kaffeetafel probieren kann. Aus diesem Kapitel habe ich mit meinem Freund die “Buttermilch-Scones mit Konfitüre und Rahm” gebacken (nachdem wir rätselten, ob Scones nicht eigentlich ein britisches Gebäck sind…) und kann sagen, dass wir noch nie so leckere selbstgemachte Scones gegessen haben!

Das 3. Kapitel “Brote und herzhaftes Gebäck” startet mit einer Erklärung von verschiedenen Getreidesorten und Mehlen. Es wird erklärt, wird ein Sauerteig-Starter angesetzt wird.  Das Kapitel – welches mit das größte Kapitel ist – beschäftigt sich in den Unterkategorien mit Roggenbroten, andere Brote (mit hellem Teig), Brötchen, Knäckebrote, herzhaften Leckereien und smorrebrod, dem klassischen dänischen Mittagsbrot.

Das 4. Kapitel “Weihnachten” – wohl das wichtigste Familienfest für Trine – bringt uns noch einige Plätzchenrezepte um richtig in Weihnachtsstimmung zu kommen. Dieses Kapitel ist allerdings nicht nur mit Rezeptfotos versehen sondern bietet auch viele private Einblicke in ihr Leben.

Das letzte Kapitel “Skandinavische Konfitüre” zeigt auf einer Seite noch schnell drei Rezepte für beerige Konfitüren.

Das Buch schließt mit einem Zutaten-Register ab.

»Wenn die Familienmitglieder hereinkommen und der Duft von Brot oder Kuchen in der Luft liegt, entspannen sich ihre Schultern und sie werden sofort in andere – weitaus angenehmere – Sphären katapultiert.«

Fazit: Das Buch “Skandinavisch backen: 100 Rezepte – süß und herzhaft” von der Autorin Trine Hahnemann ist am 1. April 2015 erschienen. Für mich ist dieses Buch wieder ein 6-Sterne-Buch und ich würde mich voll und ganz dafür einsetzen! Trine nimmt uns tatsächlich mit in ihre Heimat und erzählt viel von ihrer Familie, ihren Bräuchen und Festritualen – besonders an Feiertagen.

Man hat sogar das Gefühl, dass man die Autorin gut kennenlernt. Sie erzählt von ihren Backanfängen und wie sie in einer Hippie-Kommune lebend das Backenlernen erlebt hat. Das Buch kostet 29,99 € und umfasst 288 Seiten. Das Buch erschien im Edition Michael Fischer Verlag und kann unter der ISBN  Nummer 978-3863553319 überall bestellt werden. Über jedem Rezept schreibt sie noch eine kleine (Familien-)Geschichte oder Anekdote. Man fühlt sich irgendwie in ihrer Familie integriert…

Das Buch bekommt von mir herzlichste 5 von 5 Muffins!

Der Edition Michael Fischer Verlag hat mir dieses Buch zur Verfügung gestellt. Ich hätte es mir aber auch so gekauft und gebe es euch als Tipp mit. Vielleicht springt ja ein bisschen Weihnachtsgeld die nächsten Tage raus und ihr wollt es gut investieren…

Das Rezept für die leckersten selbstgemachten Scones:

Buttermilch-Scones mit Konfitüre und Rahm

Zutaten:

400g Mehl
3 TL Backpulver
5 EL Zucker
2 TL Salz
150g kalte Butter, klein geschnitten
200ml Buttermilch
Mehl zum Bearbeiten
300g Creme double (oder wenn möglich: Clotted Cream)
1 Glas Konfitüre

So wird´s gemacht:

  1. Den Backofen auf 180 °C vorheizen.

  2. Mehl und Backpulver sieben und zusammen mit Zucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die Butter zugeben und die Zutaten mit den Fingern zu einem fein krümeligen Teig verarbeiten. Buttermilch zugießen und alles zu einem glatten Teig verkneten.

  3. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche zügig glatt kneten und zur Kugel formen. Den Teig 2 cm dick ausrollen, einmal zusammenfalten und wiederum 2cm dick ausrollen. Das Falten und ausrollen dreimal wiederholen und den Teig zum Schluss 1,5 cm dick ausrollen.

  4. Mit einem Ausstecher von 4 cm Durchmesser 14 – 16 Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Die Scones im vorgeheizten Backofen 15 – 18 Minuten backen. Herausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

  5. Creme double oder Clotted Cream aufschlagen und mit der Konfitüre zu den Schones servieren. Sofort oder zumindest noch am selben Tag servieren.

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